Space-Cache Alpha 1


Zum ersten Mal habe ich Tera`ktar Globmolkzk bei GC2JA00 "Stargate - Cachegate" getroffen. Er stellte sich als zuständiger Reviewer von Proxima Centauri IV vor. Dann war unsere "Begegnung der dritten Art" eigentlich schon wieder beendet. Er musste sich dringend ein paar Lockpicking-Caches auf der Erde ansehen. Auf Proxima Centauri IV wurden gerade die ersten Caches dieser Art eingereicht und das HQ der "Cache - Gilde" von Proxima Centauri IV wollte von ihm einen Erfahrungsbericht.

Ein paar Tage später, ich hatte mein Treffen mit Tera`ktar Globmolkzk schon fast wieder vergessen, klingelte es an meiner Tür. Ich war doch recht überrascht, als Tera - so nannte ich ihn von da an - vor meiner Tür stand. Er wollte sich noch mal mit mir unterhalten, um mehr vom Cachen auf der Erde zu erfahren. Er erklärte mir, dass die "Cache-Gilde" von Proxima Centauri IV die erste Vereinigung im uns bekannten Universum war. Auf Proxima werden schon seit über 10.000 Jahren Cachedosen ausgelegt, und das Cachen ist ein sehr verbreiteter und hoch angesehener Sport. Natürlich möchten sie sich immer weiter entwickeln und suchen nach Ideen auf anderen Planeten, die von Sauerstoff atmenden Humanoiden bevölkert sind. Hier gäbe es eine große Anzahl von Planeten, auf denen das Cachen mittlerweile gut etabliert ist. Die Stickstoff atmenden Humanoiden auf den restlichen Planeten ziehen allerdings nicht so mit. Ihnen ist die erweiterte Cacheausrüstung zu umfangreich und sie kochen lieber ihr eigenes Süppchen.

Tera lief sich warm und hörte nicht mehr auf zu erzählen. Teilweise total verwirrtes Zeug, das man wohl nur versteht, wenn man von Proxima stammt. So würden z.B. die ehrenamtlichen Mitarbeiter der "Cache-Gilde" nicht als Reviewer sondern als Navigatoren bezeichnet werden.

"Die Cache-Gilde und ihre Navigatoren, die das Cachen in den letzten 10.000 Jahren physisch verändert hat, nutzen das orangefarbene Cache-Gas, welches ihnen die Möglichkeit verleiht, den Raum zu krümmen", so Tera. Was immer das auch heißen mag. Solche und andere Geschichten musste ich mir anhören. So wäre einer der ersten Caches auf Proxima der legendäre "Pangalaktische Donnergurgler" - ein Mystery, den wohl jeder auf Proxima schon gelöst habe, vor allem da die Lösung so einfach sei. Zwar hatte Douglasius Adamsky in seiner Doktorarbeit die These aufgestellt, dass die Lösung 41 oder 43 sei, aber jedem in der Galaxis sei ja klar, dass es 32 U E 380245 N 5454541 ist. Den Doktortitel in Cacheologie hat er damit nicht bekommen. Anscheinend schreibt er jetzt irgendwelche Groschenromane. So genau wisse man das nicht. So ging es noch eine ganze Zeit weiter. Schließlich verabschiedeten wir uns. Bevor sich Tera wieder auf den Weg machte, tauschten wir noch unsere Kontaktdaten aus. Ein Fehler, wie sich in den nächsten Tagen herausstellen sollte ...

Tera hatte sich vorgenommen, eine große Anzahl irdischer Caches zu finden, um seinem Chef, Yrrep Nadohr, Leiter des HQ der "Cache - Gilde" auf Proxima, einen ausgiebigen Bericht erstatten zu können. Schon am nächsten Tag erhielt ich den ersten Anruf: "Hallo Andy. Hier ist Tera. Ich stehe hier gerade an dem Baumstumpf ...., aber .... ääähhh, .... ich find nix. Kannst du mir mal helfen?" Eine halbe Stunde später: "Du bei dem Mystery waren die Koords doch soundso, ich steh aber jetzt mitten auf einer grünen Wiese. Hab ich da vielleicht einen Rechenfehler?" Und wieder eine Stunde später: "Bei dem Multi ist das Final laut Hint ein magnetischer Nano an einem Verkehrsschild. Aber an welchem Schild? Hier sind so viele!" Also, man sieht: Die Cacher von Proxima unterscheiden sich nicht wesentlich von Cachern von der Erde.

Besonders nervig war es, wenn Tera auf Nachtcache-Tour war. Von unseren NCs war er besonders begeistert. Durch den Tag-Nacht-Zyklus auf Proxima (hier dauert eine Nacht zur Wintersonnenwende exakt 97,3 Erdenstunden) dauern die NCs auf Proxima entscheident länger, und so konnte Tera mal mehrere NCs in nur einer Nacht absolvieren. An ein ruhiges Durchschlafen war für mich nicht mehr zu denken. Was war ich froh, wenn Proxima nach 4-5 Tagen endlich mal müde wurde und sich in seine Regenerierungsapparatur begab.

Aber irgendwann hat es mir gereicht: "Hör mal, Tera. Warum rufst du immer nur mich an?" - "Ja, weil ich doch sonst niemanden kenne", entgegnete Tera. "Ich bin doch froh, dass ich dich als TJ habe. Mich wundert es ohnehin, dass ihr auf der Erde das Sith-Caching nicht kennt. Ein erfahrener Cacher nimmt einen Anfänger an die Hand und führt ihn in die Geheimnisse des Cachens ein." Den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich dann verstanden, und von da an gingen wir gemeinsam auf Cache-Tour.

Tera am Teufelstisch
Tera auf Bunkertour
Tera im Baumarkt
Tera und ich am Teufelstisch. Etwas auffällig waren wir schon.
Tera auf Bunkertour. Findet ihr ihn? Er hat extra seine Haut die Umgebungsfarbe annehmen lassen, damit man ihn nicht sofort entdeckt.
Tera im Baumarkt auf der Suche nach außergewöhnlichen Cachedosen.


Es war eine schöne, aber auch anstrengende Zeit mit Tera. Anfänglich wunderte ich mich, wie schnell Tera von einem Cache zum nächsten kam. So war es keine Seltenheit, dass er mich zuerst aus Homburg anrief, weil er mal wieder irgendwas nicht finden konnte und 10 Minuten später war er dann in Kaiserslautern oder Saarbrücken. Als er dann mal anrief und fragte: "Kennst du dich eigentlich auch in Stuttgart aus?" platzte es aus mir heraus: "Sag mal Tera. Wie machst du das? Vor einer Viertelstunde warst du noch in Trier und konntest die Porta Nigra nicht finden und jetzt bist du schon in Stuttgart? Wie geht das?" - "Na ist doch ganz einfach, Andy. Erinnere dich mal daran, wo wir uns getroffen haben. Bei GC2JA00 "Stargate - Cachegate". Wir benutzen nicht nur Raumschiffe sondern auch Cachegates. Mit denen können wir in Sekunden von Ort zu Ort reisen. Ähnlich schnell wie beim beamen, aber da braucht man ja jemanden der an der Technik sitzt. Habe ich dir die Cachegates noch nicht gezeigt?"

So kam es, dass mir Tera am nächsten Tag die Technik eines Cachegates erklärte. Ich war nicht nur von den Möglichkeiten dieser Cachegates faziniert, sondern vor allem von der Anzahl dieser Gates. Allein in meiner erweiterten Homezone gab es dutzende von Cachegates. Kein Wunder, dass Tera so schnell von Cache zu Cache gelangte. Tera erklärte mir, dass die Cachegates normalerweise unsichtbar seinen. Nur mit einem speziellen Filter, genutzt als Brille, Kontaktlinse oder Vorfilter bei Fotoapparat könne man sie sehen. Zum Glück stattete mich Tera mit einem ganzen Satz von Filtern aus. Da ich ja jetzt auch die Technik verstanden hatte, stand für mich jetzt auch einer schnellen Cacherunde nichts mehr im Wege. Aber es wurde noch besser: "Andy, was würdest du von einer kleinen Cachetour halten. Aber nicht nur auf der Erde. Ich zeige dir mal die besten Dosen der Erde und auf anderen Planeten. Wäre das eine gute Idee?" Das Grinsen auf Teras Gesicht war schon fast unanständig. "Na klar. Das wäre toll. Wann soll es losgehen? Was soll ich mitnehmen?" Eine Stunde später stand ich, mit meiner ECA im Gepäck, am nächsten Portal und wartete auf Tera. Kurz darauf war er auch da und unsere Cachetour startet. Ich will jetzt nicht von jeder Dose erzählen, aber die Besten will ich Euch doch zeigen. Fangen wir auf der Erde an:

Chicago
Ganz in der Nähe von GCTG87 - One End of Route 66. Eine figürliche Darstellung des Meisterwerks "American Gothic" von Grant Wood vor dem Art Institute in Chicago. Natürlich mit einer Dose. Aber wo?


Und schon ging es weiter. Was war das für ein tolles Erlebnis. Wenn auch etwas anstrengend. Durch die Sprünge mit den Cachegates waren wir in Null Komma Nix auch auf anderen Planeten. Der ständige Wechsel verschiedener Anziehungskräfte, Temperaturen und Jahreszeiten war nicht einfach für mich. Aber es war ein unvergleichliches Erlebnis. Am schönsten fand ich die Tour zur Sagitarius Zwerggalaxis. Hier gibt es einen Planeten namens Triajareach. Ein Planet, der von drei Monden umkreist wird. In bestimmten Nächten, wenn alle drei Monde auf einer Seite des Planeten stehen, ist die Anziehungskraft der Monde so groß, dass sie die Anziehungskraft des Planeten fast ausgleichen. So konnte sogar ich einige T5 Klettercaches selbst machen! Ich bin einfach hoch zur Dose geschwebt. So gäbe es viel zu berichten, aber ich will euch nicht den Mund zu wässrig machen.

Planet Triajareach
Das HQ
Mein Kletterbaum
Der Planet Triajareach. Der dritte Mond ist gerade aufgegangen. Gleich geht´s an´s Klettern bzw. Schweben.
Das HQ der Space Cache Föderation
Schöner Kletterbaum, oder?


Aber auch die schönste Reise geht irgendwann mal zuende. Leider. Aber ich weiß ja wie es geht mit den Cachegates. Also kann ich das ja wiederholen. Ich weiß nur nicht, ob es Tera recht ist, wenn ich die Cachegates alleine benutze. Na ja mal sehen. Vielleicht nehme ich ja einen von Euch mit. Dann bin ich nicht allein und Tera kann nicht mosern. Hier sind wir übringes wieder auf der Erde angekommen.

Cachegate in Venedig
Unsere Ankunft auf der Erde in filmreifer Kulisse. Venedig ist einfach eine Reise wert. Selbst wenn man gerade von fremden Planeten kommt.


Nach unserer Rückkehr erzählte mir Tera, dass er einen Auftrag von gaaaanz oben erhalten habe. Nicht vom HQ von Proxima, sondern von der Weltall umspannenden Organisation der "Space Cache Föderation". Deren Präsident, Luke Skywalker, der nach dem Sieg über das Imperium arbeitslos wurde und seine Berühmtheit dazu nutzte, diesen Posten zu bekommen, hätte seine erste gute Idee im neuen Amt auf den Weg gebracht. Luke war schon ins Gerede gekommen, nachdem er eingeführt hatte, dass Midi-Chlorianer ihr eigenes Account beantragen konnten und dass Klettercaches auf Kashyyyk automatisch eine T8 Wertung erhalten. Nach Aussage einiger führender Vertretern der Cache-Presse war das Präsidium schon kurz davor, ihn vor die Tür zu setzen, als jetzt diese neue Marketing-Idee von Luke an die verschiedenen HQs der Einzelplaneten gepostet wurde.

Es geht um eine Challenge. "Finde jeweils mindestens einen Cache auf jedem Planeten, der Mitglied der "Space Cache Föderation" ist. Hierzu werden spezielle Caches ausgelegt, die zur Space-Cache-Serie gehören. Auf jedem Planeten wird ein ortsansässiger Owner ausgesucht, der diesen Cache auslegt und wartet. Ihm wird freigestellt, auch weitere Caches der Space-Cache-Serie auszulegen. Aber schon der Fund einer Dose auf dem Planeten reicht aus, um den Planeten als besucht zu markieren".

Und dann kam der große Schock für mich. Tera holte tief Luft und fing an: "Durch meine Berichterstattung vom Cachen auf der Erde und den Touren mit dir wurdest du ausgewählt, der Owner für den Space-Cache auf der Erde zu werden. Nimmst du die Wahl an?" Schock. Wie komme ich zu dieser Ehre? Gäbe es da nicht jemanden, der besser geeignet wäre? Aber Tera hatte ja sonst niemand anderes kennengelernt, und eine große Ehre ist es auch. Und die Möglichkeit weitere Außerirdische kennenzulernen, hat mich dann doch sehr gelockt. - "Na klar mache ich das. Vielen Dank für das Vertrauen."

Tera erklärte mir dann die Einzelheiten der geplanten Challenge und welche Anforderungen an den Cache gestellt werden. Die Einzelheiten dieses Gesprächs darf ich hier natürlich nicht wiedergeben. Aber soviel kann ich sagen: Die Karte der einzelnen Cachestandorte und die einzelnen Cachebeschreibungen werden im Cachingnet zur Verfügung gestellt. Dieses kann man über 13.916 THz im gesamten Universum mittels geeigneter WLan Router empfangen. Das Datenvolumen beläuft sich auf  21.302 GB/s. Wer nicht über ein solch leistungsstarkes Equipment verfügt, der kann die Karte hier einsehen. Aufgrund des geringen Datenvolumens des irdischen Internets ist es allerdings nicht möglich, in die Karte einzuzoomen.

jeder Punkt ein Cache
Jeder rote Punkt kennzeichnet einen Planeten mit einem Space-Cache. (Zoomen leider nicht möglich)


Jeder, der die Challenge erfolgreich absolviert, erhält von der "Space Cache Föderation" ein personalisiertes Banner für's Profil. Da uns "Erdlingen" die technischen Möglichkeiten fehlen, selbst die Planeten zu besuchen und uns dringend davon abgeraten wurde, mit dem Kampfstern Galactica Kontakt aufzunehmen (die hätten ja doch nur Angst vor den Zylonen und würden ohnehin niemals irgendwo ankommen), haben sich die Herren der Marketingabteilung der "Space Cache Föderation" etwas Besonderes einfallen lassen. Schon für den Fund des ersten Space-Cache auf der Erde darf sich jeder Finder dieses Banner ins Profil einbauen. Es ist zwar nicht personalisiert, aber trotzdem ganz schön. Oder was sagt ihr?

Sollten wir es trotzdem versuchen wollen, sind wir natürlich herzlich eingeladen. Wir sollen aber auf die kosmische Strahlung achten. Das hätten die Meisten bei ihrem ersten interstellaren Raumflug vergessen. Mit katastrophalen Folgen. Also immer schön ein Dosimeter tragen.



Das Banner für dein Profil



So, jetzt wünsche ich Euch viel Vergnügen mit der Suche und dem Finden. Ich freue mich schon auf eure Logs. Wie gesagt, ein ausgiebiges und fantasievolles Log ist keine Logvoraussetzung, aber es wäre schön.

Die Fotos hier im Listing sind auf einem anderen Server gespeichert. Also Owner versichere ich, dass diese Fotos ungefährlich sind. Die Fotos und ihr Inhalt sind nicht von Groundspeak oder einem Geocache Reviewer auf schädlichen Inhalt überprüft worden. Ein Download erfolgt auf eingene Gefahr.

Besonders bedanken möchte ich mich bei Red_family für den Beta - Test. Ohne ihn hätte das Ganze wohl etwas anders ausgesehen. Das Geocaching-Logo ist ein registriertes Markenzeichen von Groundspeak, Inc., das mit freundlicher Genehmigung verwendet wird.